Mit der Zulassung von Stevia durch die Europäische Union beginnt ein neues Kapitel der Süßstoffe in Europa. Die Substanz aus den Blättern der aus Paraguay stammenden Pflanze "Stevia rebaudiana" ist 250-mal süßer als Zucker, wird von Diabetikern gut vertragen, senkt den Blutdruck und verhindert Zahnbelag. Ein ernsthafter Konkurrent zum Zucker wird sie zumindest in naher Zukunft dennoch nicht, glaubt der Stevia-Forscher Udo Kienle von der Universität Hohenheim.
"In naher Zukunft werden die meisten Nahrungsmittelsparten nicht auf Stevia umstellen - einige Produkte ausgenommen: Stevia-Tabletten und -Streusüßen könnten noch in diesem Jahr in die Supermärkte kommen, einzelne Süßgetränke im ersten Halbjahr 2012, sofern die Hersteller bereits zulassungsfähige Rezepturen besitzen", so der Hohenheimer Agrarwissenschaftler. Das zeige die Entwicklung in der Schweiz beispielhaft vor, wo Stevia seit 2010 erhältlich ist. Rund 100 genehmigte Stevia-Lebensmittel gibt es hier, von denen allerdings bisher nur wenige in den Läden gelandet sind.Als ein Hindernis für eine rasche Verbreitung sieht Kienle die niedrige Stevia-Tagesdosis, die von der EU wie auch zuvor von der Schweiz als "unbedenklich" eingestuft wurde. Nur vier Milligramm von hochreinem Steviol pro Kilogramm Körpergewicht und Tag sind erlaubt. "Der Zucker von Limonaden kann in Folge nur zu rund 30 Prozent durch Stevia-Süßstoff ersetzt werden. Es wird unter diesen Umständen schwierig, dem Konsumenten den höheren Preis zu rechtfertigen", so der Experte.
In Österreich gelten 340.000 Personen als alkoholkrank und weitere 760.000 konsumieren regelmäßig gesundheitsgefährdende Mengen an Alkohol. Der Verein "Alkohol ohne Schatten" will dagegen ankämpfen und fordert mehr Maßnahmen, um Prävention, Versorgung und Therapie entscheidend v ...
Gefälschte Arzneimittel aus dem Internet sind ein Risiko für die Gesundheit. Dass die Österreicherinnen und Österreicher diese Bedrohung ernst nehmen und gezielt Maßnahmen wünschen, um den Arzneimittelfälschungen weiter den Kampf anzusagen, zeigte das heute präsentierte Gesundhe ...
Jährlich sterben rund 2,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen von zu hohem Blutdruck durch zu viel Salz in der Nahrung. Das sind rund 15 Prozent aller auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführenden Todesfälle. Zu viel Salz begünstigt mit Nierensteinen, Gastritis und Ost ...
Abonnieren Sie kostenlos den Newsletter.