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  • Wachkoma: Patienten kommunizieren über Gehirnscans

  • Gedanken ermöglichen Beantwortung von Fragen mit Ja oder Nein.

  • 08.02.2010
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  • Ein Team aus belgischen und britischen Wissenschaftlern hat es geschafft, den Geist eines gehirngeschädigten Mannes zu erreichen und mit seinen Gedanken zu kommunizieren. Dazu wurde ein neues Verfahren zur Durchführung von Gehirnscans eingesetzt. Bei drei anderen Patienten, die bisher als vegetativ eingestuft worden waren, konnte ebenfalls ein Bewusstsein nachgewiesen werden.

    Die im New England Journal of Medicine veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Scans Anzeichen für ein Bewusstsein bei Patienten sichtbar machen können, bei denen bisher angenommen wurde, dass sie völlig von der Welt abgeschlossen sind. An der Untersuchung waren Wissenschaftler des Medical Research Council (MRC), des Wolfson Brain Imaging Centre und der Universite de Liege beteiligt.

  • Aktivität im prämotorischen Kortex

  • Vegetative Patienten sind wach, liegen nicht in einem Koma, verfügen aber aufgrund von schweren Schädigungen des Gehirns über kein Bewusstsein. Das Team setzte funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRT) ein, die die Gehirnaktivität in Echtzeit sichtbar manchen kann. Patienten und gesunde Freiwillige wurden ersucht, sich während der Scans vorzustellen, sie spielten Tennis. Bei den Freiwilligen wurde eine Aktivität im prämotorischen Kortex ausgelöst, jenem Bereich des Gehirns, der mit Bewegung in Zusammenhang steht.

    Die gleiche Aktivität konnte jedoch laut BBC auch bei vier der 23 Patienten beobachtet werden, bei denen davon ausgegangen worden war, dass sie sich in einem vegetativen Zustand befinden. Die aktuelle Studie ist eine Fortsetzung von Forschungsarbeiten, die vor drei Jahren veröffentlicht wurden. Damals wurde das gleiche Verfahren eingesetzt, um einen ersten Kontakt mit einem Patienten herzustellen. Jetzt ging das Team einen Schritt weiter.

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  • Quelle: pressetext.austria

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