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  • Hormonfreie Verhütung mit Verhütungskettchen beliebter

  • Wachsende Zahl an jungen Gynefix-Anwenderinnen.

  • 03.02.2011
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  • Erst Mitte des Vorjahres als Innovation in Österreich eingeführt, erfreut sich das "Verhütungskettchen" (Gynefix) immer höherer Beliebtheit. Die Erfindung des belgischen Forschers und Gynäkologen Dr. Dirk Wildemeersch beruht auf dem Grund-Prinzip der Spirale. Ein winziger Anker, der nach der verpflichtenden Einschulung ein besonders angenehmes, schmerzfreies Setzen ermöglicht, trägt nur 1mm kleine Kupferzyliner, die einerseits Spermien abtöten, andererseits die Implantation der Eizellen verhindern.

    Mehr als 350 Österreichische GynäkologInnen haben bereits den Kurs absolviert, und vor allem junge Frauen entscheiden sich gerne für diese hormonfreie Methode. Denn im Gegensatz zur herkömmlichen Spirale kann das "Verhütungskettchen" auch bei Frauen eingesetzt werden, die noch nicht geboren haben. Stellvertretend für ÄrztInnen und Trägerinnen hat MedCommunications mit dem Kärntner Gynäkologen Dr. Wolfgang Albrecht und der Sozialwissenschaftsstudentin Katharina K. gesprochen.

    Dr. Wolfgang Albrecht, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in Feldkirchen in Kärnten, war einer der ersten Gynefixärzte in Österreich und trainierte gemeinsam mit Dr. Dirk Wildemeersch über 350 GynäkologInnen: "Ich bin von dieser Methode begeistert, da wir mit Gynefix noch individueller auf die Verhütungswünsche der Frauen eingehen können.

  • Nicht für alle Frauen geeignet

  • Hormonelle Verhütung hat Ihren Stellenwert, ist jedoch nicht für alle Frauen geeignet, ja kann sogar ein gesundheitliches Risiko darstellen! Das Thromboserisiko bei Frauen mit Venenleiden, übergewichtigen Frauen und Raucherinnen verbietet die Einnahme der oralen Contraception (OC). Absolute Kontraindikationen für OC sind Bluthochdruck, coronare Herzkrankheit, Lebererkrankungen, Kopfschmerzen mit fokalen neurologischen Symptomen, thromboembolische Ereignisse in der Anamnese, um nur einige zu nennen. Die WHO gibt uns mit Ihrer 4-Stufen-Klassifikation ganz klar bindend vor, wann keinesfalls hormonelle Verhütung in Frage kommt.

    Außerdem kann es bei gleichzeitiger Einnahme von OC mit anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen und die Wirksamkeit der "Pille" massiv verschlechtern. Hier einige Beispiele von zum Teil sehr häufig verwendeten Substanzen: die Antibiotika Amoxicillin, Ampicillin, Rifampicin und Metronidazol sowie alle Tetracycline. Die Antiepileptika Carbamazepin und Phenytoin, das Beruhigungsmittel Phenobarbital und das Antidiabeticum Troglitazone.

    Der Hintergrund der Wirkungsverminderung liegt in einer Wechselwirkung mit der Verstoffwechselung der Substanzen in der Leber.

    Immer mehr - vor allem junge, aufgeschlossene, moderne Frauen - möchten daher die hormonellen Verhütungsmethoden beenden und fragen nach einer alternativen hormonfreien Methode. Gynefix entspricht den hohen Ansprüchen einer solchen nicht hormonellen Verhütung mit hoher Sicherheit über 5 Jahre."

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  • Quelle: Gynefix / MedCommunications

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