Um seine volle Funktionsfähigkeit zu erhalten, ist das Gehirn auf essentielle Nährstoffe angewiesen. So ist Tryptophan, eine Vorläufersubstanz der Botenstoffe Serotonin und Melatonin, für die Konzentrations-, Merk- und Denkfähigkeit, aber auch den Schlaf wichtig, Tyrosin und Phenylalanin hingegen für Aktivität und Aufmerksamkeit. Acetylcholin beeinflusst die Merkfähigkeit und sorgt dafür, dass Informationen wieder abgerufen und verwendet werden können. Vitamin B1 ist wiederum daran beteiligt, dass Acetylcholin in ausreichender Menge vorhanden ist. Eine erhöhte Einnahme der Vitamine B6 und Folsäure senkt nachweislich den Plasmaspiegel der Aminosäure Homocystein, einem Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Homocystein greift aber auch direkt Nervenzellen an und ist damit ein eigenständiger Risikofaktor für die Hirnfunktion.
Vitamin E (Tocopherol) ist ein fettlösliches Vitamin mit antioxidativer Wirkung und spielt eine wichtige Rolle für Haut, Nerven, Muskeln, Herz und Kreislauf.
Ungesättigte Fettsäuren beeinflussen maßgeblich das Lernvermögen eines Menschen. Besonders bedeutsam sind dabei die essenziellen Omega-3-Fettsäuren, die das Nervensystem vor altersbedingten Schädigungen schützen. Da sie vom menschlichen Körper jedoch nicht aus anderen Fetten synthetisiert werden können, müssen sie in ausreichendem Maß mit der Nahrung zugeführt werden.
Eine andere, für die Funktion des Gehirns wichtige fettähnliche Substanz, ist Lecithin aus der Gruppe der Phospholipide. Diese sind wichtige Bestandteile der Zellmembranen und zuständig für den Ionentransport durch diese. Sie sorgen auch für eine optimale Erregungsübertragung am Axon.
Flavonoide, Pflanzeninhaltsstoffe, die im sekundären Pflanzenstoffwechsel gebildet werden, haben große Bedeutung aufgrund ihrer antioxidativen Eigenschaften. Ginkgoextrakten, eine Mischung aus Naturstoffen, unter anderem Flavonoiden und Ginkgoliden, werden rheologische, antioxidative und neuroprotektive Effekte zugewiesen.