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  • Frühgeburtenrate in Österreich steigt

  • 15 Mio. Frühchen weltweit, Situation verschlechtert sich weiter.

  • 03.05.2012
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  • Weltweit ist die Zahl der Frühgeburten in den vergangenen zehn Jahren angestiegen. Österreich hat nach den USA die zweitschlechteste Rate aller Industrieländer. Das geht aus dem soeben veröffentlichten WHO-Bericht "Born too soon" hervor, der auf Grundlage der Fachmeinung von 100 Experten erstmals das Problem der Frühgeburten in Zahlen fasst. Jedes zehnte Kind - insgesamt rund 15 Mio. pro Jahr - kommt zu früh zur Welt. "Frühgeburt ist die zweithäufigste Ursache von Kindersterblichkeit, wird jedoch bisher von der Gesundheitspolitik völlig vernachlässigt", erklärt Berichts-Hauptautorin Joy Lawn.

  • Folge später Mutterschaft

  • Absolute Prämiere ist die Auflistung der Frühgeburten nach Ländern. Malawi hält mit 18,1 Frühgeburten auf 100 Geburten den traurigen Rekord, gefolgt von anderen Ländern Afrikas südlich der Sahara. Indien ist mit 13 Prozent bzw. 3,5 Mio. Frühgeburten jährlich zahlenmäßig am häufigsten betroffen, doch auch die USA mit zwölf Prozent und Österreich mit 10,9 Prozent landen auf vorderen Plätzen, was Lawn als "verheerend" bezeichnet. Deutschland liegt bei 9,2 Prozent und die Schweiz mit 7,4 Prozent. Die niedrigste Frühgeborenenrate gibt es in Weisrussland (4,1 Prozent) sowie Ecuador, Lettland, Finnland und Kroatien (je rund fünf Prozent).

    Die WHO-Autoren vermuten mehrere Ursachen hinter dem allgemeinen Anstieg, die allerdings in Industrieländern anderer Natur sind als in armen Regionen. In Ländern des Südens dürften unnötig eingeleitete Geburten sowie frühe Kaiserschnitte eine Rolle spielen, dazu auch Infektionen, Malaria und HIV und die Rate an Teenager-Schwangerschaften. "In Europa spielt mit, dass Frauen länger auf ihr erstes Kind warten, des weiteren auch Diabetes, Rauchen und die Zunahme von Mehrlingsgeburten als Folge der Reproduktionsmedizin. Völlig erklärt ist die Entwicklung damit aber noch nicht", betont Lawn.

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  • Quelle: pressetext.com

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