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  • Peitschenschlag-Syndrom und seine Folgen

  • Bis zu einer Million Europäer erleiden jährlich ein sogenanntes Schleudertrauma oder Peitschenschlag-Syndrom.

  • 24.05.2012
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  • Je nach Schätzung zwischen 350.000 und einer Million Menschen in Europa werden jährlich Opfer eines sogenannten Schleudertraumas oder "Peitschenschlag-Syndroms", der größte Teil ist durch Auffahrunfälle verursacht. Während die meisten dieser Verletzungen nach etwa drei Wochen wieder ausgeheilt sind, werden die Symptome bei einigen der Patienten chronisch, ohne dass dafür bisher zwingende Pathomechanismen gefunden werden konnten. Eine deutsch-griechische Studie, die heute auf dem 13. Kongress der European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT) in Berlin vorgestellt wurde, zeigt nun, dass Folgen eines Schleudertraumas zwar bei rund 23 Prozent der Patienten auch noch zwei Jahre nach dem Unfall spürbar waren, jedoch durchgängig mild ausfielen und praktisch keine Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten hatten. In Unterstützung der WHO-Dekade zur Reduktion von Verkehrsunfällen 2011 - 2020 ist Verkehrsunfallprävention einer der Schwerpunkte dieses wissenschaftlichen Großereignisses, auf dem rund 7.000 Orthopäden und Unfallchirurgen aus aller Welt zusammenkommen.

  • Peitschenschlag-Syndrom: Häufig, teuer und rätselhaft

  • Das Peitschenschlag-Syndrom oder Schleudertrauma ist eine der häufigsten Verletzungsfolgen von Verkehrsunfällen. Nach Schätzungen des European New Car Assessment Program (EuroNCAP) schlagen sie mit jährlichen Gesamtkosten von rund 10 Milliarden Euro zu Buche. Verursacht durch die plötzliche Dehnung und Streckung der Halswirbelsäule bei Auffahrunfällen wird ein Schleudertrauma typischerweise nicht unmittelbar nach dem Unfall, sondern erst nach einer Latenzzeit von mehreren Stunden spürbar. Neben Nackenschmerz, Muskelhartspann und Bewegungseinschränkungen reichen die Symptome von Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerz über Tinnitus und Konzentrationsschwäche bis hin zu verstärkter Reizbarkeit und Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Schall. Die überwiegende Mehrzahl der Betroffenen ist nach drei bis vier Wochen beschwerdefrei. Bei einer bestimmten Anzahl von Patienten halten die Symptome jedoch länger als sechs Monate an. Die Zahlen für diese Chronifizierung (10 bis 67 Prozent) klaffen je nach Untersuchung ebenso weit auseinander, wie die bezüglich der langfristigen Folgen. Während einer kanadischen Studie zufolge 87 Prozent der Verletzten nach sechs Monaten und 97 Prozent nach einem Jahr beschwerdefrei waren, kommt eine Studie des KFZ-Herstellers Volvo zu dem Ergebnis, dass 55 Prozent der Betroffenen auch 17 Jahre nach dem Unfall unter den Folgen leiden, und fünf bis acht Prozent dadurch sogar berufsunfähig wurden.

  • Milde Folgen, kaum Auswirkungen auf die Lebensqualität mehr (mehr...)

  • Quelle: EFORT

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