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  • Nervenverödung der Niere senkt Bluthochdruck

  • Nicht-medikamentöser Eingriff bei Therapieresistenz vorteilhaft.

  • 21.06.2012
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  • Für Patienten mit hohem Blutdruck, die auf verfügbare Blutdrucksenker nicht reagieren oder sie nicht vertragen, gibt es eine minimal invasive Alternative ohne Medikamente: Durch die Verödung der Nervenbahnen an der Nierenarterie gelingt es, den Blutdruck deutlich und langfristig zu senken. Das berichten Vertreter der österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie soeben in Wien. Erste Auswertungen stellen der sogenannten "renalen Denervierung" ein gutes Zeugnis aus, die Experten halten Hoffnung besonders für therapieresistente Hypertoniker für "angebracht".

  • Ausweg bei Medikamentenversagen

  • Die Palette der medikamentösen Blutdrucksenker ist mittlerweile groß. Ihre Wirkung hängt meist von der richtigen Einstellung und Dosis sowie von der Therapietreue ab. Dennoch bringen bei rund 15 Prozent der Patienten selbst drei oder mehrere Blutdruckmittel gleichzeitig keine Besserung. Für diese therapieresistenten Patienten sind Nervenfasern der Niere ein interessanter therapeutischer Angriffspunkt: Das Organ bildet eine Schaltstelle für Blutdruck-Hormone und tauscht Signale mit dem Gehirn aus, die den Blutdruck über das für Stress zuständige, "sympathische" Nervensystem steigern können.

    Beim Nervengewebe der Nierenarterie, über die diese Signale laufen, setzt die noch junge Methode der renalen Denervierung an. Eine kleine Sonde wird dazu unter Narkose mittels Katheter von der Leistenarterie bis in die Nierenarterie vorgeschoben und für je zwei Minuten auf bis zu 70 Grad erhitzt. "Die Nervenenden an der äußeren Gefäßwand werden dabei zerstört, während die Innenwand jedoch unversehrt bleibt", erklärt der Internist Franz Leisch vom AKH Linz. Jeweils vier bis sechs Punkte an beiden Nieren werden in dem insgesamt rund einstündigen Eingriff unter Röntgensicht auf diese Weise behandelt.

  • Effekte halten lange an mehr (mehr...)

  • Gefährlicher als Krebs mehr (mehr...)

  • Quelle: pressetext.com

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