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  • Mangelhaftes Wissen über weiblichen Herzinfarkt

  • Herz-Kreislauferkrankungen sind auch in Österreich nach wie vor Todesursache Nr. 1.

  • 05.07.2012
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  • Das Herzinfarktrisiko wird beim weiblichen Geschlecht viel zu gering eingeschätzt. Nach wie vor glauben 50% der Frauen, dass sie an einem Karzinom versterben - ein absoluter Trugschluss! Wenn Frauen einen Herzinfarkt erleiden, haben alle Therapiemaßnahmen ein schlechteres Outcome. Viele Informationen, die die Kardiologen in den letzten Jahren aus großen randomisierten Studien gefolgert haben, treffen für das weibliche Geschlecht nicht zu, da in diesen Studien der Anteil der teilnehmenden Frauen zu gering war.

    Rund 33.000 ÖsterreicherInnen sterben jährlich an den Folgen von Herzerkrankungen, insbesondere am Herzinfarkt. Rund 60% davon sind Frauen. Auch in der EU starben 2010 mehr als 4. Mio. Menschen an Herzkrankheiten und davon waren mehr als 55% Frauen.

    Die Zahl der Herzinfarkte nimmt bei Frauen zu, bei Männern in den letzten Jahren eher ab. Dieses Problem wird quantitativ noch verstärkt durch die zunehmende Überalterung in unserer Gesellschaft und die zunehmenden Risikofaktoren, wie Übergewicht, metabolisches Syndrom und Diabetes melitus.

    Es bestehen nach wie vor eindeutige geographische Unterschiede, indem beispielsweise in den USA 5-mal mehr Frauen Herzinfarkte erleiden als in Korea, Frankreich und Japan. Andererseits hat Osteuropa und UK in Bezug auf die Sterblichkeit am Herzinfarkt die USA bereits übertroffen.

  • Weitere Fakten

  • Die Risikofaktoren sind für beide Geschlechter die gleichen. Ein besonderes Kapitel stellt bei jungen Frauen jedoch die Kombination "Frau über 30 Jahre + Nikotin + Pille" dar. In dieser Gruppe ist das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, enorm hoch. Darüber hinaus entwickelte sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Doppelbelastung Beruf und soziale Rolle (Mutterrolle) als ein zusätzlicher Risikofaktor, der früher nicht vorhanden war.

    Ein weiterer Risikofaktor für Frauen: Nach den Wechseljahren kommt es beim weiblichen Geschlecht zu einem Anstieg des Cholesterins und damit meist zu einer Zunahme des Körpergewichtes, verbunden mit Bewegungsmangel. Gemeinsam mit dem Wegfall des hormonellen Schutzes der Sexualhormone für die Entstehungen von Herzkranzgefäßerkrankungen und der höheren Lebenserwartung wird das Erkrankungsrisiko stark gesteigert.

    Geschlechtsspezifische Unterschiede bestehen in der klinischen Präsentation der Beschwerden, der Aussagekraft von diagnostischen Maßnahmen und einem unterschiedlichen Ansprechen auf therapeutische Interventionen.

    Der weibliche Herzinfarkt unterscheidet sich somit bei der Akutpräsentation und auch bei den Vorläufern. Damit ist die Symptomatik weniger verlässlich, und die Untersuchungsergebnisse haben eine höhere Rate an falschen positiven Befunden als bei Männern.

    Frauen haben mehr Angina pectoris-Beschwerden als Männer, aber weniger obstruktive Koronarläsionen, auch wenn die epikardialen Koronargefäße normal imponieren, bleibt die Angina pectoris-Symptomatik bestehen und Frauen haben eine schlechtere Prognose ihrer Erkrankung. Bei Frauen dominiert eine Mikrovaskuläre Dysfunktion, welche oft nur mit speziellen Untersuchungstechniken zu evaluieren ist.

    "Women are frequent flyer" d. h. Frauen kommen immer wieder mit der Beschwerdesymptomatik zum Arzt und sprechen eindeutig weniger effektvoll auf Therapiemaßnahmen an.

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  • Quelle: Zonta Golden Heart

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