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  • Mobilität im Alter mittels innovativer Beinprothese

  • Innovatives Versorgungs-Konzept für ältere Patienten mit Extremitätenverlust.

  • 19.07.2012
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  • Ein Versorgungs-Konzept für eine verbesserte Behandlung geriatrischer PatientInnen nach Beinamputation wurde vor Kurzem an der Fachhochschule St. Pölten entwickelt. Das vom Studiengang Physiotherapie zusammengestellte Maßnahmen-Portfolio zeigt dabei Verbesserungsmöglichkeiten, die gleichzeitig helfen, Kosten zu sparen. Fokussiert wurde insbesondere auf die Koordination und den Informationsfluss des Betreuungsablaufs. Ab sofort steht das professionelle Konzept behandelnden medizinischen SpezialistInnen zur Verfügung.

    Beinprothesen sind High-Tech-Produkte, die ihren TrägerInnen ein mobiles, selbstbestimmtes Leben ermöglichen - solange diese gut angepasst wurden und keine unangenehmen bzw. störenden Druckbelastungen verursachen. Das ist jedoch in vielen Fällen die traurige - aber verständliche - Realität, wie FH-Doz. Kerstin Lampel, PT, vom Studiengang Physiotherapie an der FH St. Pölten erläutert: "Patientinnen und Patienten werden im sorgfältigen Umgang mit dem Extremitätenstumpf und der korrekten Handhabung und Nutzung der Prothese nicht oder zu wenig eingeschult." Genau mit diesen Mängeln im Betreuungsablauf solcher PatientInnen wird das neue Konzept der FH. St. Pölten aufräumen.

  • Neue Wege

  • Wie relevant das Konzept dabei ist, zeigte eine Vorerhebung zur Anzahl an Beinamputationen in Österreich: "Allein im Jahr 2002 wurden laut Statistik Austria insgesamt 1.693 Beinamputationen durchgeführt - 2007 waren es schon 1.776.", erläutert FH-Doz. Lampel. Vor allem "nicht traumatische" Amputationen, also aufgrund von Lebensstilerkrankungen durchgeführte Eingriffe, werden häufiger: "Diese dramatische Entwicklung hat gleich zwei Ursachen. Zum einen nehmen sogenannte Lifestyle-Probleme wie Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen spürbar zu - auch bei jungen Menschen. Zum anderen führt die stetig steigende Lebenserwartung dazu, dass zusätzlich Spätfolgen dieser Erkrankungen - Stichwort Raucherbein oder Diabetischer Fuß - von immer mehr Menschen am eigenen Leib gespürt werden", ergänzt FH-Doz. Lampel.

    In extremen Fällen können diese Erkrankungen eine Amputation notwendig machen. Ein irreversibler Eingriff in die Mobilität der Betroffenen, dessen Konsequenzen durch ein optimales Versorgungskonzept gelindert werden können. Das haben die ExpertInnen der FH St. Pölten erarbeitet und haben dabei auf eine bessere interdisziplinäre Vernetzung der ÄrztInnen, des Pflegepersonals, der OrthopädietechnikerInnen und PhysiotherapeutInnen fokussiert. Eine Empfehlung ist z. B. die optimierte Abstimmung von Sprechstunden. Allein dadurch ließen sich belastende und unnötige Wege zu Therapie- und Kontrolleinheiten nach der OP sowie deren Kosten verringern. Ein weiterer Verbesserungsschritt wäre die Errichtung von Versorgungszentren mit interdisziplinären Teams. Diese würden dann eine Versorgung und Betreuung in mehreren Bereichen ohne Ortswechsel ermöglichen.

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  • Quelle: FH St. Pölten

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