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  • Leichtere Reanimation nach Herzstillstand bei Sportlern

  • Fitness des zu Reanimierenden entscheidend.

  • 28.08.2012
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  • Menschen, die während oder kurz nach sportlichen Aktivitäten einen Herzstillstand erleiden, haben eine dreimal so hohe Überlebenschance wie Personen, die außerhalb eines sportlichen Zusammenhangs Herzstillstand-Opfer werden. Das zeigt die ARREST-Studie, die in einer Datenbank alle Reanimations-Einsätze in der Region Amsterdam (NL) und Umgebung mit rund 2,4 Millionen Einwohnern erfasst und heute auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München präsentiert wurde. Von 25. bis 29. September kommen Herzspezialisten aus aller Welt zu diesem weltweit führenden Herzmedizin-Kongress zusammen.

    "Körperliche Betätigung ist zweifellos ein besonders guter Beitrag zur Herzgesundheit", so Dr. Arend Mosterd von der Universitätsklinik Utrecht. "Training kann aber in manchen Fällen auch zum Auslöser für einen tödlichen Herzstillstand werden. Diese Fälle, zum Beispiel bei Fußball-Spielern, führen dann zu Bedenken über den gesundheitlichen Nutzen von Sport."

    "Der Nutzen des körperlichen Trainings ist weit größer als die Gefahr, die vom Sport ausgeht", kommentiert Prim. Univ.-Prof. Dr. Dr. Josef Niebauer, MBA (Sportmedizin, Universitätsklinikum Salzburg): "Körperliche Fitness geht mit einer deutlich erhöhten Lebenserwartung, vermindertem Erkrankungsrisiko und schnellerer und vollständigerer Genesung und somit auch besserer Lebensqualität einher. Werden dann auch Angebote der Vorsorgemedizin, die täglich auch von vielen Sportmedizinern durchgeführt werden, in Anspruch genommen, so kann das persönliche Risiko für den Herztod minimiert werden."

  • Studienteilnehmer und ihre sportlichen Aktivitäten

  • Für die ARREST- Studie wurden alle außerhalb eines Krankenhauses aufgetretenen Fälle von Herzstillstand im Zeitraum 2006 bis 2009 analysiert. Ein zentrales Ergebnis: Jährlich gab es durchschnittlich knapp 50 Fälle von Herzstillstand in einem sportlichen Zusammenhang, das sind 5,8 Prozent aller erfassten Herzstillstand-Fälle. Insgesamt wurden im Studienzeitraum 145 Fälle von Herzstillstand verzeichnet, die mit sportlichen Aktivitäten in Zusammenhang standen, vorwiegend beim Radfahren (49), Tennis (22), Training im Fitnessstudio (16), oder beim Schwimmen (13). Nur 10 Fälle betrafen Frauen, nur 7 Betroffene waren jünger als 35 Jahre.

    Bei sportlichen Personen lag die Überlebensrate bei 45 Prozent und war somit dreimal höher als bei Menschen, die den Herzstillstand in einem anderen Zusammenhang erlitten (15 Prozent). Keiner der Sportler hatte, im Gegensatz zur anderen Patienten-Gruppe, einen schwer wiegenden neurologischen Schaden. Ein möglicher Hintergrund dieses Vorteils: Die sportlichen Herzstillstand-Opfer sind nicht nur jünger (58,8 vs. 65,5 Jahre), das Ereignis findet bei ihnen auch häufiger in der Öffentlichkeit statt (99,3 % vs. 25,3 %), wird öfter von Zeugen beobachtet (89 vs. 75,7 %), und bei ihnen wird öfter noch vor dem Eintreffen des Rettungsteams von zufällig Anwesenden Erste Hilfe geleistet, mittels Mund-zu-Mund-Beatmung (86,2 vs. 64,4 %) oder mit einem öffentlich zugänglichem Defibrillator (35,2 vs. 22,2 %).

  • Höhere Wahrscheinlichkeit defibrilliert und erfolgreich reanimiert zu werden mehr (mehr...)

  • Fitness des zu Reanimierenden entscheidend mehr (mehr...)

  • Erfolg der Herzdruckmassage haengt auch von Fitness des Ersthelfers ab mehr (mehr...)

  • Quelle: MED-Reporter.at

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