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  • Pflege und Verpflegung in Senioren-Heimen im Test

  • FH St. Pölten analysiert Verpflegungssituation in Betreuungseinrichtungen.

  • 06.09.2012
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  • Die Essensversorgung von SeniorInnen in Heimen und Pflegeeinrichtungen Österreichs analysiert eine aktuelle Studie der Fachhochschule St. Pölten. Dafür wurden insbesondere die Verpflegungs-Gewohnheiten sowie Maßnahmen im Umgang mit Mangelernährung und anderen medizinischen Problemen in über 200 Heimen untersucht. Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag der GOURMETGROUP, Österreichs Marktführerin bei Menü-, Catering- und Gastronomieservices. Dieser liefern die Ergebnisse wichtige Informationen für die Angebots- und Sortimentsgestaltung.

    Wohlschmeckend, gesund und bedürfnisgerecht - die Anforderungen an Speisenpläne von SeniorInnenheimen sind mannigfaltig. Wie es tatsächlich gelingt, diesen Anforderungen tagtäglich gerecht zu werden, wurde nun in einer Studie der FH St. Pölten untersucht. "Insgesamt haben wir nahezu 230 Pflegeheime in sechs Bundesländern umfangreich mittels Fragebogen befragt", erklärt FH-Prof. Gabriele Karner, Studiengangsleiterin für Diätologie an der FH St. Pölten. Anhand der Ergebnisse konnten mehrere Verpflegungsmodelle in österreichischen SeniorInneneinrichtungen identifiziert sowie der Umgang mit medizinischen Problemen analysiert werden.

  • Komplexe Kost

  • Als Ausgangspunkt der Querschnittsstudie wurde die jeweilige Heimgröße erhoben. Dabei zeigte sich, dass tagtäglich im Schnitt 75 Personen pro Heim bekocht werden. Dafür werden die Mahlzeiten entweder direkt vor Ort in Zubereitungsküchen hergestellt oder von externen Spezialisten wie der GOURMETGROUP geliefert. FH-Prof. Karner dazu: "Rund 70 % der Einrichtungen verfügen über eine Zubereitungsküche. Die Vorbereitung des Speisenplans obliegt dabei einer Küchenleitung, deren Teams die Speisenzubereitung direkt vor Ort durchführen." Dabei werden die Küchen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen konfrontiert, wie FH-Prof. Karner ergänzt: "Gerade in SeniorInneneinrichtungen gibt es einen hohen Bedarf an verschiedenen Kostformen, also z. B. hochkalorische Kost, Diabetikerkost und insbesondere Breikost. Denn gerade bei den im Alter häufigen Demenzerkrankungen wie z. B. Morbus Alzheimer können Schluckstörungen auftreten, die je nach Beeinträchtigung spezielle Speisen-Konsistenzen erfordern." Die Zubereitung solch spezieller Kost braucht Know-how und ist eine zeitliche und personelle Herausforderung. Das Küchenpersonal ist dabei meist auf sich gestellt: "Seitens des Personals der Einrichtungen gibt es kaum ExpertInnen wie fix angestellte Diätologinnen und Diätologen. Vor allem bei Diäten wie beispielsweise einer Leichten Vollkost, Diabetikerkost oder Dialysekost ist dies besonders problematisch", so FH-Prof. Karner.

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  • Quelle: FH St. Pölten

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