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  • Pflege von Krebspatienten macht Pflegende krank

  • Etwa so belastend wie selbst an Hepatitis C oder Arthrose zu erkranken.

  • 04.10.2012
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  • Einen Krebspatienten zu pflegen ist fast genauso kräfteraubend und belastend wie selbst an einer Krankheit wie Hepatitis C oder der degenerativen Gelenkserkrankung Arthrose erkrankt zu sein. Das zeigt eine Studie die von Dr. Isabell Gilloteau vom Unternehmen Bristol-Myers Squibb auf dem Europäischen Krebskongress ESMO 2012 in Wien vorgestellt wurde, bei dem mehr als 16.000 Fachleute aus über 120 Ländern zusammen treffen. Eine Befragung von fast 58.000 Erwachsenen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien hat gezeigt, dass Menschen, die Krebspatienten pflegen, im Vergleich zu Nicht-Pflegepersonen einen schlechteren körperlichen und psychischen Gesundheitsstatus haben. Sie blieben häufiger ihrem Arbeitsplatz fern, waren in ihren Aktivitäten stärker beeinträchtigt und hatten eine mehr als doppelt so hohe Krankenhauseinweisungs-Rate. Sie hatten ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko der Diagnose einer Depression, eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für Angst und Schlaflosigkeit, und ein höheres Risiko für Migräne, Kopfschmerzen oder gastrointestinale Probleme im Vergleich zu Nicht-Pflegepersonen.

  • Betreuung und Unterstützung von Krebspatienten

  • "Das Belastungsniveau, das diese Untersuchung bei der mentalen Lebensqualität und bei Beeinträchtigungen durch Arbeits-Abwesenheit zeigt, ist vergleichbar mit jenem, das in der EU bei Patienten mit Hepatitis C oder in den USA bei Menschen mit Arthrose-Schmerzen beobachtet wird", sagt Dr. Gilloteau. "Es sind ebenso vergleichbar mit der Beeinträchtigung der mentalen Lebensqualität von Erwachsenen mit Rheumatoider Arthritis in der EU."

    Die bedeutende Rolle, die unbezahlte Pflege in der Betreuung und Unterstützung von Krebspatienten spielen, ist zwar bekannt, doch die Belastung und die wirtschaftliche Beeinträchtigung dieser Pflegepersonen wird oft unterschätzt, sagt Dr. Gilloteau. Die Forscher fordern eine stärkere Anerkennung der Auswirkungen der Pflege von Krebskranken durch die Politik. "Unsere Studie unterstreicht die Notwendigkeit, die Belastung von Pflegepersonen ernst zu nehmen. Nicht nur wegen der direkten Auswirkungen auf deren Wohlbefinden und die Qualität der Betreuung von Krebspatienten, sondern auch wegen der zusätzlichen Belastung, die das für die Gesellschaft insgesamt bedeutet", sagt Dr. Gilloteau.

  • Quelle: MED-Reporter.at

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