go bottom ...
platzhalter

Suche
Gewinnspiele
Auto
e-Card
 

  • Impfmüdigkeit in Europa birgt Risiko

  • Besiegt geglaubte Infektionskrankheiten wie Masern treten wieder vermehrt auf.

  • 04.10.2012
  • Artikel weiterempfehlenArtikel weiterempfehlen | Artikel kommentierenArtikel kommentieren
  • Bei Kinderlähmung oder Pocken war Europa mit flächendeckenden Impfprogrammen erfolgreich. Die Pocken gelten inzwischen als ausgerottet und 2012 wurde die WHO Region Europa zum zehnten Mal in Folge als poliofrei zertifiziert. An anderen schweren Infektionskrankheiten laboriert Europa allerdings noch: "Derzeit flammen zum Beispiel Masern und Röteln in Europa wieder auf. Die Weltgesundheitsorganisation WHO musste daher das Ziel, diese Krankheiten endgültig zu besiegen, von 2010 auf 2015 verschieben. Grund dafür ist eine fallenden Impfquote, was zu einem Anstieg der Infektionen geführt hat", bedauerte die österreichische EU-Parlamentarierin Karin Kadenbach beim European Health Forum Gastein. Nur wenn 95 Prozent der Population gegen Masern geschützt sind, können Viren nicht mehr zirkulieren. In den 53 Ländern der WHO-Europaregion ist die Impfrate jedoch nicht annähernd hoch genug, um die extrem ansteckende Krankheit zu eliminieren. Mit gefährlichen Folgen, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt: Die Zahl der Masernfälle ist von 2010 bis 2011 in der EU um den Faktor 4 angestiegen.

  • Hemmschuhe für Immunisierungen: Impfmüdigkeit, Skepsis und Kosten

  • "Europäische Impfprogramme geraten als Erfolgsstory der Gesundheitsversorgung leider in Vergessenheit, paradoxerweise gerade deshalb, weil sie so erfolgreich sind", so Karin Kadenbach. Der Stellenwert von Impfungen werde verkannt, weil bestimmte Krankheiten kaum mehr ein Thema sind. Das verleite viele zur Einschätzung, dass die Impfungen nicht mehr nötig sind. Aufgrund von kontroversen Diskussionen, insbesondere im Internet, leiden Impfungen zudem an Imageproblemen. Viele Eltern sind verunsichert und lassen ihre Kinder nicht mehr gegen Masern, Röteln und Co. impfen. "Fast 650.000 Kinder in der Europäischen WHO-Region erhalten zum Beispiel nicht die erste Dosis des Masernimpfstoffes, um die Bedingungen für den grundlegenden Impfschutz zu erfüllen", berichtete Kadenbach. Eine sehr bedauerliche Bilanz, zumal Masernerkrankungen keine Bagatelle sind, sondern zu schweren Schädigungen neurologischer Natur oder an den Organen führen können oder im schlimmsten Fall tödlich ausgehen.

    Die mit Impfungen verbundenen Kosten halten viele von Immunisierungen ab, wie sich am Beispiel der Grippe-Impfungen zeigt. Länder, die die saisonale Influenza-Impfung am wenigsten finanziell stützen, weisen auch die niedrigsten Durchimpfungsraten auf. Im Europavergleich ist Österreich gemeinsam mit Tschechien und Polen auf den hinteren Plätzen zu finden. Oft wird auch verabsäumt, besonders gefährdeten Personengruppen Immunisierungen nahezubringen. "Nur 37 Prozent der über 65-Jährigen sind in Österreich gegen Influenza geimpft, empfohlenes Ziel ist eine Rate von 75 Prozent. Im Vergleich dazu sind es in Spanien 71 Prozent, in Großbritannien 70 Prozent, in Frankreich 68 Prozent, also fast doppelt so viele", so Karin Kadenbach.

    Neben ökomischen Barrieren können auch physische Barrieren daran schuld sein, dass sich zu wenige Menschen impfen lassen. Niederschwellige Ansätze wie Grippeimpfungen im Betrieb oder in einer Impfinsel in Einkaufszentren erweisen sich bereits in vielen Ländern als erfolgreich.

  • Kosten-Nutzen-Faktor erwiesen mehr (mehr...)

  • Impfungen an Sozialleistungen knüpfen mehr (mehr...)

  • Gemeinsame europäische Initiative nötig mehr (mehr...)

  • Quelle: MED-Reporter.at

  •  zurück ...
  • MEHR ZU Grippe

    Gerd Altmann / pixelio.de
    ©Gerd Altmann / pixelio.de
    Thomas Schubert / pixelio.de
    ©Thomas Schubert / pixelio.de
    Martin Gapa / pixelio.de
    ©Martin Gapa / pixelio.de
    amr-review.org
    ©amr-review.org
    Stockbroker xtra
    ©Stockbroker xtra

    Antikörper entfernt: Hilfe bei resistenten Bakterien

    Diabetes und Influenza: Eine gefährliche Kombination

    Peptide merzen Antibiotika-resistente Bakterien aus

    Superbakterien töten 2050 alle drei Sekunden

    Zusammenleben macht Immunsysteme ähnlich

     

    KOMMENTARE ANTWORTEN

    • Kommentare zu "Impfmüdigkeit in Europa birgt Risiko"

    •  
      Kommentar:
      [ 1000 ] Zeichen frei
      Um zu diesem Artikel einen Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich anmelden.
      Registrieren Sie sich, um Artikel kommentieren zu können.  
     

    ARTIKEL EMPFEHLEN

    Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

     


 

Um frage

  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung?
  •  Ja, 1x pro Jahr...
  •  Habe ich noch vor mir...
  •  Wozu soll das gut sein?
  •  Nein, interessiert mich nicht...

  •  

Marke suchen

Bookmark and Share

News letter

Abonnieren Sie kostenlos den Newsletter.

 
Copyright © 2007-2017 MED-Reporter.at. All rights reserved. |  Nutzungsbedingungen
Diese Seite ist optimiert für MS InternetExplorer 8, FireFox 3, Opera 9.5 und Safari 3.1.
go top ...