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  • Ärztekammer fordert weitere ELGA-Verbesserungen

  • Keine Zustimmung zu Regierungsvorlage - Hoffen auf Parlament - Expertenhearing - Schwachstelle Usability.

  • 11.10.2012
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  • Die Regierungsvorlage zum ELGA-Gesetz sei besser als der ursprüngliche Entwurf, doch aus Ärztesicht noch lange nicht gut genug. Jetzt sei das Parlament am Zug, um die notwendigen Verbesserungen einzuarbeiten. Ohne diese Nachjustierungen sei eine funktionierende ELGA nicht zu erwarten, sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Artur Wechselberger, Mittwoch auf einer Pressekonferenz und forderte vor der Beschlussfassung ein parlamentarisches Expertenhearing.

    Nach Meinung des Ärztepräsidenten gebe es nach wie vor ein ganzes Bündel offener Fragen und ungelöster Probleme. Jetzt sei eine Nachjustierung des ELGA-Entwurfes durch den Gesetzgeber erforderlich, um eine halbwegs praktikable Lösung sicher zu stellen. Positiv sieht Wechselberger die Abschwächung der ärztlichen Teilnahme-Verpflichtung. Doch bestehe auch hier noch Klärungsbedarf. Völlig ungenügend seien die Bestimmungen zur geforderten Nutzerfreundlichkeit (Usability), auch der Datenschutz und die Datensicherheit seien nicht ausreichend berücksichtigt. Gänzlich offen ist für Wechselberger die Finanzierung. Die geforderte Pilotphase werde im Gesetzesentwurf nur optional angesprochen, was zum Zwecke einer möglichst klaglosen Funktionalität von ELGA auf keinen Fall ausreiche, so der Ärztepräsident.

    Wechselberger erkennt in der Regierungsvorlage das primäre Bestreben, einen elektronischen Gesundheitsakt für Patienten einzuführen. Der ÖÄK-Chef: "Was wir hier sehen, ist ein privates Datenverwaltungssystem für Patienten, das für ärztliche Arbeitsansprüche nach wie vor nicht geeignet ist." Wieweit das System den häufig von Krankheiten betroffenen Alten unserer Gesellschaft gerecht werden könne, sei für Wechselberger aus dem Entwurf nicht ableitbar.

  • Freiwilligkeit und Usability

  • Zustimmung findet die vorgesehene Abschwächung der Teilnahmepflicht für Ärztinnen und Ärzte hin zu einem "Verwendungsrecht". Wechselberger: "Wir erkennen die politischen Intentionen, hier eine für Ärzte gangbare Lösung zu schaffen."

    Gänzlich unzureichend ist nach Ansicht des Ärztepräsidenten die von den Experten und Ärzten reklamierte Nutzerorientierung geregelt. Hier gebe es lediglich unverbindliche Aussagen über eine Usability, die erst zu einem späteren Zeitpunkt - 2018 - angestrebt werden solle. Im Sinne der raschen Umsetzbarkeit des ELGA-Projektes seien dringend noch Verbesserungen bei der Dokumentenarchitektur und Suchfunktion erforderlich. Diese müsse den Ärzten sofortige und punktgenaue Informationen zu ganz konkreten Fragen auch über Verläufe und Entwicklungen ermöglichen. Nur so finde der Arzt die gebotene Unterstützung.

    Derzeit sei lediglich eine Suche in den "Metadaten" nach Autor, Erstellungsdatum, Fachrichtung, Typ und nicht nach relevanten Gesundheitsinformationen vorgesehen. Sollten hier keine Änderungen erfolgen, "drohen unverändert teures Chaos und peinliche Blamage".

    Gerade für den Krankenhausbetrieb sei eine zeitgemäße Usability notwendig. Würden doch hier externe Befunddokumente auf unterschiedlichste hausinterne Krankenhaus-Informationssysteme stoßen. "Diese Konstellation ist nicht zu bewältigen, wenn nicht eine entsprechende Architektur und Struktur der Dokumente ein fehlerfreies Zusammenspiel ermöglichen", sagte Wechselberger.

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  • Finanzierung und Pilotprojekte mehr (mehr...)

  • Quelle: Österreichische Ärztekammer - Marke: Ärztekammer

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