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  • Gespenster von Henrik Ibsen am Akademietheater

  • Henrik Ibsens loderndes Familiendrama musste 1882 in Chicago uraufgeführt werden.

  • 24.10.2012
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  • Die Charaktere, verkörpert von einem Ensemble rund um Kirsten Dene und Martin Schwab, sind ein wahrer Kunstgenuss. Ein düsteres Bühnenbild, eine perfekte Inszenierung, ein grandioser Abend. Einfach gesagt: Ein Ibsen, wie man ihn gerne sieht.

    In einer lebensfeindlichen Umgebung sind Eltern wie Kinder und offenbar auch die große Liebe und Leidenschaft irgendwie auf der Strecke geblieben. Nachdem Frau Alving (Kirsten Dene) jahrelang ihre vermeintliche Pflicht erfüllt hat, entscheidet sie sich nun für die Wahrheit. Doch manchmal ist es selbst für die Wahrheit zu spät.

    Henrik Ibsens loderndes Familiendrama musste 1882 in Chicago uraufgeführt werden - zu heftig attackierte es die Stützen der norwegischen Gesellschaft und pietistische Moral. Ein Skandal wäre in Norwegen sicher nicht ausgeblieben. Diesen Skandal gibt es in Wien freilich nicht, obwohl das Stück die abgründige Wirklichkeit frei legt und die Lebenslügen unter einer Fassade großbürgerlicher Respektabilität zeigt, bleibt es dennoch ruhig im Publikum. In unglaublich einfühlsamen winzigen Gesten offenbaren Pastor Manders (Martin Schwab) und Frau Alving, dass ihre Beziehung scheinbar noch nicht ganz zu Ende ist, obzwar es auch evident ist, dass die beiden nie zueinander finden werden. Der ausgemergelte Osvald (Markus Meyer), den Syphilis und Aids dahinraffen, und die kokette Regine (Liliane Amuat) spielen einfach großartig. Ein Ereignis ist auch der Tischler Engstrand (Johannes Krisch), der als schlaues Scheusal über die Bühne humpelt. Am Schluss geht keine Sonne auf. Frau Alving und der sterbende Osvald schauen sich Zeichentrickfilme aus Osvalds Jugend an. Zwei düstere Theaterstunden liegen hinter einem, dennoch ein Genuss.

  • Quelle: MED-Reporter.at | Stefan Franke

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