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  • Akademische Weiterbildung und Beruf - ein Widerspruch?

  • Kann akademische Weiterbildung und beruflicher Alltag überhaupt in Einklang gebracht werden?

  • 29.11.2012
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  • MED-Reporter.at: Welche Herausforderungen im Zusammenhang mit Weiterbildung bzw. akademische Weiterbildung sehen Sie in der Zukunft?

    Mach: Wissenserwerb, Qualifizierung und Bildung im Allgemeinen sind Begriffe die voneinander nicht zu trennen sind und stellen in der heutigen Zeit lebenslange Prozesse dar.

    Es reicht dabei längst nicht mehr aus, eine Ausbildung in jungen Jahren zu absolvieren und bis zur Pensionierung mit diesem erworbenen Wissen zu arbeiten. Denn leider verfällt die Aktualität und Gültigkeit dieses erworbenen Wissens immer schneller. Daher erfordert es Bemühungen jedes Einzelnen, auf neue Anforderungen und Veränderungen die eigene Beschäftigungsfähigkeit ("employability") kontinuierlich zu sichern.

    Dieser steigende Bedarf an wissenschaftlicher Weiterbildung, der durch die Einführung neuer Studienstrukturen in Österreich noch zusätzlich anwächst, kann von den Hochschulen und Universitäten nicht in dem Maße gedeckt werden. Grund dafür ist eine gesetzliche Änderung.

    Bisher hatten neben Universitäten und Fachhochschulen auch private Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, Lehrgänge universitären Charakters anzubieten. Diese Form der Lehrgänge ist noch bis Ende 2012 möglich, danach dürfen nur mehr Unis bzw. Fachhochschulen solche Lehrgänge anbieten.

    Um eben diesen enormen Bedarf an Weiterbildung zu decken, wäre es notwendig, dass Universitäten verstärkt Weiterbildungsangebote entwickeln. Die Universitäten sind aber aufgrund der hohen Anzahl an Studenten und dem Mangel an Lehrpersonal, sowie der Umstellung auf den Bologna-Prozess damit beschäftigt sich - und die Studenten - zu verwalten, nicht jedoch auf die Bedürfnisse des Marktes einzugehen.

    MED-Reporter.at: Gibt es aus Ihrer Sicht Erfahrungen, welchen Stellenwert eine akademische Weiterbildung für Interessenten hat?

    Mach: Es gibt international Vergleichsstudien die beschreiben, dass sich in Ländern wie Deutschland und Österreich sowie in anderen Vergleichsländern, die Grenzen zwischen dem grundständigen und dem weiterbildenden Bereich zusehends auflösen. Klare Trends zu längerfristigen Programmen sind erkennbar, die mit Zertifikaten abgeschlossen werden, welche einerseits Anerkennung in der Wirtschaft finden, andererseits das Image der Absolventen im Berufsleben signifikant erhöhen.

    MED-Reporter.at: Was hindert aus Ihrer Sicht besonders die akademische Weiterbildung?

    Mach: Die universitäre Weiterbildung ist in vielen Ländern der EU nicht in ein Gesamtkonzept des Lifelong-Learnings eingebettet. Speziell in Österreich, aber auch in Deutschland werden die vorhandenen Ressourcen derzeit noch immer in die Strukturierung der Bologna-Architektur im grundständigen Bereich investiert und dabei kommen innovative Weiterbildungskonzepte viel zu kurz.

    Daher ist es nicht verwunderlich, dass aufeinander abgestimmte Studiengänge des grundständigen bzw. nicht-konsekutiven (nicht aufeinanderfolgende bzw. aufbauende Programme) und weiterbildenden Bereichs derzeit kaum zu finden sind. Auch ist eine entsprechende Durchlässigkeit innerhalb des eigenen Programmportfolios teilweise nicht umfassend umgesetzt und die Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen auf ein Hochschulstudium steckt noch in den Kinderschuhen.

    MED-Reporter.at: Welche Angebote hat die QUALYMED AKADEMIE für Menschen mit Wunsch nach beruflicher akademischer Weiterbildung entwickelt?

    Bultmann-Horn: Der QUALYMED AKADEMIE ist die Professionalisierung im Gesundheitswesen ein ganz besonderes Anliegen. Es ist uns gelungen, eine Kooperation mit der St. Elisabeth Universität in Bratislava zu etablieren, deren Sinn und Zweck es ist, Menschen für eine akademische Weiterbildung in Form eines Doktoratsstudiums zu begeistern und sie dabei professionell zu unterstützen.

    Das zweisemestrige Doktoratsstudium wird berufsbegleitend in Wien angeboten und beinhaltet eine umfassende Expertenbetreuung während aller Module. Die Rigorosumsprüfung findet in Bratislava statt. Mit einem Studiumabschluss außerhalb Österreichs, aber innerhalb der EU liegt dieses Weiterbildungsangebot voll im Trend grenzüberschreitender Optionen des Wissenserwerbs und forschenden Lernens.

    MED-Reporter.at: Was erwartet die Doktoratsstudenten während des Studiums?

    Bultmann-Horn: In kleinen Studiengruppen werden die Doktoranden individuell betreut und unterstützt. Das Thema der Arbeit muss aus dem Bereich Gesundheitswesen / Public Health oder Sozialarbeit kommen. Wir legen dabei Wert auf eine offene Gesprächskultur, in der Widersprüche und Diskussionen auf Augenhöhe zugelassen werden. Wenn das Wissen und die Kompetenzen unserer Teilnehmer durch unser Weiterbildungsangebot vertieft und geschärft werden, dann erhalten sie Tiefenschärfe statt Oberflächenpolitur. Ganz besonders in Berufen, in denen sich Menschen anderen Menschen widmen, brauchen wir den offenen Diskurs und kommunikative Kompetenzen, wenn wichtige Fragen im Gesundheitswesen zur Lösung anstehen.

    --

    Dr. Susanna Bultmann-Horn, M.Sc., MBA
    Studium der Gesundheitswissenschaften, sowie Medizinstudium, Universität Wien und Universität Lund/Schweden

    Mag. Dr. Engelbert Mach
    Studium der Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspädagogik

    Qualy-med Akademie GmbH
    Plankengasse 7/26, 1010 Wien
    Web: www.quma.at

  • Quelle: MED-Reporter.at / Qualy-med

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