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  • Arbeitszeiten von Turnusärzten länger als erlaubt

  • Hohe Verantwortung - Kurie hofft auf positive Wirkung öffentlicher Kritik.

  • 31.01.2013
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  • Die Kritik des Kontrollamts an den eklatanten Überschreitungen der Arbeitszeithöchstgrenzen in Wiener Spitälern lasse sich 1:1 auf Krankenhäuser in ganz Österreich übertragen, erklärte der stellvertretende Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Sprecher der Sektion Turnusärzte, Karlheinz Kornhäusl soeben in einer Aussendung.

  • Überschreitungen von Arbeitszeithöchstgrenzen

  • "Die in Wien dokumentierten Überschreitungen von Arbeitszeithöchstgrenzen sind kein lokales Phänomen", so Kornhäusl. Der Arbeitsdruck, der auf Turnusärztinnen und -ärzten laste, sei in ganz Österreich unerträglich hoch, wie zuletzt die Turnusärzte-Evaluierung belegt habe. Während tagsüber die Ausbildung leide und die jungen Medizinerinnen und Mediziner mit administrativen Aufgaben eingedeckt würden, müssten sie im Nachtdienst enorme Verantwortung übernehmen und könnten die vorgeschriebenen Ruhepausen nicht einhalten.

    Kornhäusl: "In einem Beruf, in dem man für menschliches Leben verantwortlich zeichnet, ist es schlichtweg irrsinnig, Menschen 48 Stunden am Stück arbeiten zu lassen und dann noch zu erwarten, dass sie trotzdem problemlos und fehlerfrei funktionieren." In Berufen mit vergleichbar hoher Verantwortung sei das nicht der Fall. "Niemand würde in ein Flugzeug steigen, wenn er weiß: Der Pilot ist seit 48 Stunden im Dienst und hat kaum geschlafen", sagte Kornhäusl.

    An den Arbeitsbedingungen der Turnusärzteschaft müsse sich endlich etwas ändern, ergänzte Kurienobmann Harald Mayer. "Wir trommeln seit Jahren, dass die Arbeitsumstände extrem belastend sind. Wir zeigen auch Alternativen und Lösungswege auf. Nur: Es hört uns offenbar niemand zu", kritisierte Mayer. Dass die Ärzte-Arbeitszeiten nun von einer unabhängigen Institution unter die Lupe genommen und öffentlich kritisiert worden seien, gebe Anlass zur Hoffnung. Mayer: "Vielleicht wachen die Verantwortlichen auf und leiten endlich die längst überfälligen Veränderungen in die Wege."

  • Quelle: Österreichische Ärztekammer - Marke: Ärztekammer

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