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  • Videospiele: Rehabilitation nach Hirnverletzungen

  • Videospiele werden zunehmend auch von der Medizin als wertvolle Unterstützung erkannt.

  • 13.06.2013
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  • Erworbene Hirnschädigungen, die infolge etwa von Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Sauerstoffmangel oder gutartigem Hirntumor auftreten, beeinträchtigen Patienten/-innen im Alltag oft schwer: Lähmungen, Spasmen oder Gleichgewichtsstörungen können genauso resultieren wie Störungen der Sprache, des Verhaltens oder des Selbstbewusstseins. Die große Bandbreite möglicher Konsequenzen stellt für die Rehabilitation eine hohe Herausforderung dar. "Schwierig ist unter anderem, dass Patienten/-innen oft die Motivation für die Therapie verlieren, außer man gibt ihnen eine konkrete Aufgabe und ständige positive Rückmeldung für die Anstrengung", erklärten Roberto Lloréns Rodríguez (Polytechnische Universität Valencia) und Dr. Enrique Noé (NISA Spitäler, Valencia) beim 23. Meeting der Europäischen Neurologengesellschaft (ENS) in Barcelona. Dort diskutieren 3.000 Experten/-innen derzeit aktuelle Entwicklungen ihres Fachgebietes.

    Ein vielversprechender neuer Weg in der Neurorehabilitation ist der Einsatz virtueller Spiele, da diese eine virtuelle Umgebung liefern, die für eine bestmögliche Nutzung von Strategien der Neurorehabilitation entworfen wurden und auch für das Motivationsproblem eine Lösung bieten. "Therapeuten/-innen können einstellen, welche sensorische Rückmeldung erfolgt. Sie versorgen die Patienten/-innen mit speziell auf sie abgestimmten, Aufgaben-orientierten Übungen in abwechslungsreicher Spielumgebung, was durchaus auch Spaß machen darf", so Dr. Noé. Therapeuten/-innen bleiben "wichtigster Teil des Systems": Sie erheben die genauen Bedürfnisse der Patienten/-innen, wählen auf dieser Basis die Übungen aus oder entwerfen diese sogar selbst neu, überprüfen die Fortschritte und sorgen für Nachjustierung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

  • Behandlung von Gleichgewichtsstörungen

  • Lloréns und Dr. Noé überprüften Möglichkeiten des Einsatzes virtueller Realität bei Patienten/-innen mit erworbener Hirnverletzung, und zwar sowohl für motorische als auch kognitive und psychosoziale Therapien. In einer ersten Studienreihe testeten die Forscher den Einsatz des "Wii Balance Boards" von Nintendo für das Training verloren gegangener Bewegungsabläufe von Sprunggelenk und Hüfte. Sie zeigten, dass sich das Spielgerät auch für die Behandlung von Gleichgewichtsstörungen infolge von Hirnverletzungen eignet. Eine randomisierte Kontrollstudie, bei der 18 Teilnehmer/-innen je 20 einstündige Lektionen erhielten, zeigte mögliche klinischer Vorteile einer Kombination virtueller und konventioneller Übungen gegenüber herkömmlichen physiotherapeutischen Programmen. Diese Vorteile halten langfristig an, ergab eine Folgestudie.

    Gleichgewichtsstrategien wurden auch in einer weiteren Testreihe erprobt, diesmal mit dem Microsoft-System "Kinect", mit dessen Hilfe die Bewegungen der Gelenke aufgezeichnet wurden. 20 Patienten/-innen mit erworbener Hirnverletzung wurden per Zufallsgenerator entweder einer Gruppe zugeteilt, die vier Wochen lang die herkömmliche Physiotherapie erhielt, oder einer zweiten Gruppe, die zusätzlich virtuelles Training durchlief. Auch hier zeigten detaillierte Messungen, dass eine Kombination der üblichen Therapie mit zusätzlichen virtuellen Maßnahmen zu schnelleren Fortschritten führt.

    Es gibt mehrere Erklärungen dafür, warum virtuelle Realität den motorischen Lernerfolg verbessern kann. Die spanischen Forscher hoben hervor, dass durch die Technologie vor allem ein intensives, sich wiederholendes, angepasstes und Aufgaben-orientiertes Training mit ständiger Rückmeldung möglich ist. Als vorteilhaft sahen sie zudem, dass die Patienten/-innen im Rehabilitationsprozess durch Sinnesreize angesprochen werden, während sie die Übungsbewegungen ausführen.

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  • Quelle: MED-Reporter.at / B&K

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