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  • Häufigkeit psychischer Erkrankungen unterschätzt

  • 450 Millionen Menschen weltweit leiden an einer psychischen Erkrankung.

  • 07.11.2013
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  • "Die Häufigkeit psychischer Erkrankungen ist deutlich höher als lange angenommen. Rund 450 Millionen Menschen weltweit leiden an psychischen Erkrankungen, allein in Europa sind es rund 165 Millionen Menschen", sagt Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek (Anton Proksch Institut, Wien), Präsident des derzeit in Wien stattfindenden Internationalen Kongresses der Welt-Psychiatriegesellschaft WPA. "Die Dimension psychischer Erkrankungen wird nach wie vor unterschätzt, sollte aber größte gesundheitspolitische Priorität genießen", so Prof. Musalek. "Es ist wichtig, dass wir psychische Erkrankungen als medizinisches, gesellschaftliches und wirtschaftliches Thema sichtbarer machen. Sie haben einen enormen Einfluss auf den Alltag, das Arbeits- und Familienleben, sie verursachen nicht nur millionenfaches persönliches Leid, sondern sind auch gesellschaftlich und volkswirtschaftlich weitaus relevanter als häufig angenommen."

  • Führender Grund für "verlorene Lebenszeit" - starker Anstieg psychischer Erkrankungen

  • Laut der umfassenden "Global Burden of Disease Study", die die weltweite Belastung durch verschiedene Krankheitsgruppen erhebt, machen psychische Erkrankungen weltweit 183,9 Millionen so genannte DALYs (Disablity Adjusted Life Years: die Zahl der verlorenen Lebensjahre durch vorzeitigen Tod kombiniert mit dem Verlust an Lebenszeit durch Behinderung) aus - und damit 7,5 Prozent der gesamten weltweiten Krankheitslast. Bei den YLDs (Years Lived with Disability: Verlust an Lebenszeit durch krankheitsbedingte Behinderung) liegen psychische Erkrankungen mit 22,9 Prozent an der Spitze. Besonders häufig sind Depressionen, die allein für 40,5 Prozent der psychischen DALYs verantwortlich sind, gefolgt von Angststörungen (14,6 Prozent), Abhängigkeit von illegalen Substanzen (10,9 Prozent), Alkoholmissbrauch und -Abhängigkeit (9,6 Prozent), Schizophrenie (7,4 Prozent) und bipolaren Erkrankungen (7 Prozent).

    Wobei diese Erkrankungen enorme Zuwachsraten haben: "Die globale Krankheitslast durch psychische Erkrankungen ist zwischen 1990 und 2010 um 37,6 Prozent gestiegen", berichtet Prof. Musalek.

    Prognostiziert werden weitere massive Anstiege dieser Erkrankungen: WHO-Schätzungen gehen davon aus, dass Depressionen (unipolare depressive Erkrankungen), 2002 noch an vierter Stelle im weltweiten "DALY-Ranking", bis 2030 an die zweite Stelle nach HIV/AIDS vorrücken wird. In den Industrieländern, so die WHO Prognose, werden depressive Erkrankungen 2030 die führende Ursache von DALYs sein, Alkoholabhängigkeit die fünfthäufigste. In Europa sind aktuellen Schätzungen zufolge z. B. 61,5 Millionen Menschen von Angststörungen betroffen, 30,3 Millionen von Depression und 14,6 Millionen von Alkoholabhängigkeit.

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  • Quelle: MED-Reporter.at

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