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  • Weltpremiere: MRT-fähiger Defibrillator implantiert

  • Am Landesklinikum St. Pölten wurde erstmals ein MRT-fähiger Cardioverter Defibrillator implantiert.

  • 10.04.2014
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  • Am Landesklinikum St. Pölten wurde jetzt weltweit erstmals ein MRT-fähiger Cardioverter Defibrillator (ICD) implantiert, der eine Ganzkörper-Untersuchung ermöglicht. Das Evera MRITM SureScan ICD-System von Medtronic ist das erste ICD-System, das für MRT-Scans jeder Körperregion einschließlich MRT am Herzen zugelassen ist. Bisher waren Herzpatienten mit einem ICD von MRT-Ganzkörperuntersuchungen ausgeschlossen, weil es zu unerwünschten Interaktionen zwischen dem ICD und dem MR-Gerät kommen konnte. ICD-Systeme können einen Plötzlichen Herztod verhindern. Indem das Gerät den Herzrhythmus ständig überwacht, kann es Herzrasen ("Tachykardien") sofort erkennen und im Notfall lebensrettend eingreifen.

    "Der neue ICD, den wir als erstes Krankenhaus weltweit implantierten, gibt betroffenen Patientinnen und Patienten erstmals den uneingeschränkten Zugang zu MRT-Scans und zu den Diagnose-Ergebnissen, die sie benötigen", so der Kardiologe Prim. Dr. Harald Mayr (3. Medizinische Abteilung). "Patienten, die unter beeinträchtigenden Herz-Rhythmus-Störungen leiden und einen ICD brauchen, werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Laufe ihres Lebens auch eine MRT-Untersuchung benötigen, und die neue ICD-Technologie ermöglicht das jetzt erstmalig." An diesem Tag wurden im Landesklinikum St. Pölten von Prim. Mayr und seinem Team (OA Dr. Christian Wollmann) insgesamt drei Geräte implantiert, sechs weitere wurden in anderen Ländern eingesetzt.

  • Kleiner Computer plus Batterie in einem Metallgehäuse

  • Schätzungen gehen davon aus, dass 63 Prozent der Menschen mit einem ICD innerhalb von 10 Jahren nach der Implantation einer MRT-Untersuchung bedürfen. Die MRT (Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie) ist ein wichtiges Verfahren zum Beispiel für die Früherkennung von Schlaganfällen und von Tumorerkrankungen.

    Der neue MRT-fähige ICD ist ein kleiner Computer plus Batterie in einem Metallgehäuse aus Titan und der Größe einer Taschenuhr. Er wiegt etwa 70 Gramm. Wie die noch nicht MRT-fähigen ICD-Vorgänger hat die neue Generation dünne abgerundete Kanten, die sich besser in den Körper einfügen und den Patientenkomfort verbessern, indem der Druck auf die Haut um etwa 30 Prozent verringert wird. Die Batterie hat eine Lebensdauer von bis zu elf Jahren. Außerdem ist der neue ICD mit einer speziellen ICD-Elektrode (Sprint Quattro Secure) ausgestattet, die nachweislich 10 Jahre aktives Monitoring ermöglicht und sicher in der Anwendung in einem MR-Tomographen ist.

    Der neue ICD verfügt mit einer innovativen Technologie (SmartShockTM 2.0) über einen speziellen schockreduzierenden Algorithmus, der das System in die Lage versetzt, besser zwischen gefährlichen und harmlosen Herzrhythmen zu unterscheiden. Damit ist das System in der Lage, automatisch die geeignete Therapie abzugeben. In einer für das Herz lebensbedrohlichen Situation kann ein Schock zwar lebensrettend sein, schnelle Herzrhythmusstörungen lassen sich jedoch oft bereits durch sanfte Therapien ("antitachykarde Stimulation") beenden. Studien zufolge erhalten bis zu 20 Prozent der ICD-Patienten von ihrem Gerät Schocks, die nicht sein müssten. Das neue Gerät ermöglicht 98 Prozent Behandlungen ohne unangemessene Schocks pro Jahr, was ein deutliches Plus an Lebensqualität bedeutet.

    Mit der OptiVol 2.0 Technologie überwacht der ICD den Flüssigkeitsstatus in der Lunge und warnt frühzeitig vor einer Lungenstauung. So können Ärzte rechtzeitig reagieren, und Patienten müssen unter Umständen nicht wegen einer drohenden Lungenstauung ins Krankenhaus.

  • Quelle: Landesklinikum St. Pölten

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