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  • Bionisches Auge erfolgreich bei AMD-Patient implantiert

  • Patient ohne zentrales Sehvermögen kann wieder die Silhouetten von Personen erkennen.

  • 23.07.2015
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  • Manchester Royal Eye Hospital und Second Sight Medical Products Inc. ("Second Sight" oder "das Unternehmen") (NASDAQ: EYES) geben bekannt, dass die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchungen des weltweit ersten Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD), dem ein "bionisches Auge" implantiert wurde, sehr positiv ausfallen.

    Wie Professor Paulo Stanga, Chefarzt der Abteilung für Augenheilkunde und Glaskörperchirurgie am Manchester Royal Eye Hospital sowie Professor für Augenheilkunde und Netzhautregeneration an der Universität Manchester, erklärt, zeigen erste Screeningtests, dass der 80 Jahre alte Ray Flynn aus Audenshaw in Manchester, Großbritannien, seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder ein funktionelles zentrales Sehvermögen nutzen kann.

  • Umrisse von Personen und Objekten wahrnehmen

  • Bei eingeschaltetem Argus II System kann der Patient die Umrisse von Personen und Objekten wahrnehmen. Dass ihm dies selbst mit geschlossenen Augen möglich ist, belegt, dass er für das Erkennen von Formen und Umrissen nicht sein verbliebenes natürliches peripheres Sehvermögen nutzt.

    Die Implantation erfolgte am 16. Juni im Rahmen einer vierstündigen Operation und am 1. Juli wurde das implantierte System zum ersten Mal eingeschaltet. Am gleichen Tag wurden Tests durchgeführt, bei denen der Patient auf einem Computerbildschirm unterschiedlich verlaufende schwarze und weiße Muster erkennen musste. Die Fähigkeit des Patienten, die Ausrichtung der Linien und den Unterschied zwischen den diagonalen und horizontalen Linien zu erkennen, zeigen, dass ihm das Argus II System jetzt ein funktionales zentrales Sehvermögen ermöglicht, das er vor der Implantation nicht besaß. Es ist davon auszugehen, dass sich dieses visuelle Wahrnehmungsvermögen mit zunehmender Übung und durch Rehabilitationsmaßnahmen kontinuierlich verbessern wird.

    Prof. Stanga erklärt: "Ray Flynn macht wirklich bemerkenswerte Fortschritte. Er kann die Umrisse von Personen und Objekten sehr gut erkennen. Er ist der weltweit erste Patient, dem im Rahmen unserer Studie ein Argus II System implantiert wurde. In dieser Studie untersuchen wir, ob an AMD erblindete Patienten mit vollständigem Verlust des zentralen Sehvermögens von einer elektronischen Netzhautprothese - der Argus II Netzhautprothese - profitieren. Derzeit werden diese und andere verfügbare Netzhautimplantate ausschließlich bei Patienten mit der sehr seltenen Erkrankung Retinitis pigmentosa eingesetzt. Aus meiner Sicht sind die ersten Ergebnisse dieser Studie ein voller Erfolg und ich freue mich darauf, im Rahmen der Studie weitere Patienten mit trockener AMD zu behandeln. In Manchester rekrutieren wir derzeit vier weitere Patienten für diese Studie."

    Die trockene AMD ist viel häufiger als Retinitis pigmentosa (RP): Weltweit leiden schätzungsweise 375.000 Menschen an einer schweren Retinitis pigmentosa1 und 20 bis 25 Millionen Menschen an einer trockenen AMD. In Österreich sind nach Schätzungen über 120.000 Patienten an AMD erkrankt.

    Prof. Stanga, der auch Direktor des Manchester Vision Regeneration (MVR) Labors an der National Institute for Health Research (NIHR)/Wellcome Trust Manchester Clinical Research Facility ist, sagt: "Es ist für uns am Manchester Royal Eye Hospital ein Privileg, die weltweit erste Studie zu Netzhautimplantaten bei Patienten mit AMD durchführen zu können. Diese revolutionäre Technologie verändert das Leben der Patienten. Indem sie ein gewisses Maß an funktionellem Sehvermögen wiederherstellt, ermöglicht sie den Patienten ein unabhängigeres Leben. Die trockene Form der AMD ist eine häufige nicht behandelbare Erkrankung und die häufigste Ursache für Erblindung in der westlichen Welt. Leider nehmen die Krankheitsfälle aufgrund der Alterung der Gesellschaft zu. Wir haben unsere Studie zunächst auf Patienten mit der trockenen Form der AMD begrenzt. Im Erfolgsfall werden wir möglicherweise später auch Patienten mit fortgeschrittener feuchter AMD rekrutieren."

    Gregoire Cosendai, Vice President Europe von Second Sight Medical Products, ergänzt: "Patienten mit trockener AMD unterscheiden sich von solchen mit Retinitis pigmentosa darin, dass sie noch ein gewisses Maß an peripherem Sehvermögen behalten. Demgegenüber haben Patienten mit schwerer Retinitis pigmentosa keinerlei peripheres Sehfeld mehr, weshalb wir uns im ersten Schritt auf ihre Behandlung konzentriert haben. Die aktuelle Studie soll nun zeigen, ob Patienten mit trockener AMD, die unter einem erheblichem Sehverlust leiden - also funktionell blind sind - das künstliche Sehen im zentralen Gesichtsfeld mit ihrem verbliebenen natürlichen peripheren Sehen kombinieren können. Das ist eine absolut bahnbrechende Forschungsarbeit."

    Second Sight erhielt 2011 die europäische Zulassung (CE-Kennzeichnung) für das Argus II System und 2013 die Zulassung durch die Food and Drug Administration (FDA) in den USA. Das Argus II System ist die weltweit erste zugelassene Netzhautprothese und wurde bislang mehr als 130 Patienten implantiert. Manche Patienten verwenden das System bereits seit mehr als sieben Jahren, was die langfristige Zuverlässigkeit dieses Systems unterstreicht. Argus II ist Gegenstand von 20 Peer-Review-Fachartikeln, darunter zuletzt "Long-Term Results from an Epiretinal Prosthesis to Restore Sight to the Blind".

    Das Argus II System wandelt Videoaufnahmen einer Minikamera, die in die Brille des Patienten eingebaut ist, in Serien kleiner elektrischer Impulse um, die kabellos auf Elektroden auf der Netzhautoberfläche übertragen werden. Diese Impulse stimulieren die noch vorhandenen Netzhautzellen und bewirken eine entsprechende Wahrnehmung von Lichtmustern im Gehirn. Indem der Patient lernt, diese Muster von Seheindrücken zu interpretieren, erlangt er eine gewisse Sehfunktion wieder.

  • Quelle: Second Sight Medical Products

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