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  • Untersuchungs-Marathon für Schwangere unnötig

  • Egal, ob regulärer Verlauf oder nicht: Behandlung meistens die gleiche.

  • 30.07.2015
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  • Nahezu alle schwangeren Frauen in Deutschland (99 Prozent) erhalten mehr Untersuchungen als die Mutterschaftsrichtlinien vorsehen. Ob sie eine Risikoschwangerschaft haben oder einen völlig unauffälligen Schwangerschaftsverlauf zeigen: Werdende Mütter erfahren stets die nahezu gleiche Behandlung. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, für die 1.293 Mütter befragt wurden, die im vergangenen Jahr ein Kind zur Welt gebracht haben.

  • Mehr ist nicht zwingend besser

  • Weil viele der von Ärzten angebotenen oder von den Schwangeren gewünschten Leistungen nicht routinemäßig vorgesehen sind, mussten 80 Prozent der werdenden Mütter Zuzahlungen leisten. "Mehr ist nicht zwingend besser. Es gibt eine klare Überversorgung während der Schwangerschaft", unterstreicht Uwe Schwenk, Gesundheitsexperte der Bertelsmann Stiftung. Eine von den offiziellen Richtlinien abweichende Behandlung sei in den meisten Fällen Alltag.

    Bei Kardiotokographie (CTG) und Ultraschall wurden Risikoschwangerschaften gleich versorgt wie Frauen mit einem unauffälligen Schwangerschaftsverlauf. "Die Ausnahme Risikoschwangerschaft ist inzwischen zur Regel geworden", so Schwenk. Rainhild Schäfers von der Hochschule für Gesundheit ergänzt: "Das Überangebot an Untersuchungen schürt die Angst der Frauen vor der Geburt und möglicherweise auch ihren Wunsch nach einer vermeintlich sicheren Kaiserschnitt-Entbindung."

  • Nur geringe Aufklärung bei Frauen mehr (mehr...)

  • Quelle: pressetext.com

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