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  • Künstliche Blutgefäße als Waffe gegen Thrombosen

  • Russische Forscher entwickeln wirksame medikamentöse Beschichtung.

  • 14.08.2015
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  • Eine Forschungsgruppe der ITMO University St. Petersburg hat synthetische Blutgefäße entwickelt, die nicht anfällig sind für die Entstehung von Blutgerinnseln. Erreicht wurde dies mithilfe einer neuartigen medikamentösen Beschichtung, die an der Innenfläche des Gefäßes zum Einsatz kommt. Diese Beschichtung kann Patienten vor der lebenslangen Einnahme gerinnungehemmender Medikamente, sogenannter Antikoagulanzien, und sogar chirurgischen Eingriffen bewahren. Die Ergebnisse wurden im "Journal of Medicinal Chemistry" veröffentlicht.

  • Aluminiumoxid-Nanostäbchen

  • Operationen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfordern häufig den Einsatz von Arterienprothesen in Form künstlicher Blutgefäße, um die Durchblutung in einem problematischen Teil wiederherzustellen. Ein Nachteil ist bisher, dass diese künstlichen Blutgefäße vom Körper nicht perfekt angenommen werden und sich von Blutgerinnseln verursachte Thrombosen bilden. Das führt dazu, dass Patienten lebenslang Antikoagulanzien einnehmen müssen oder eine weitere Operation über sich ergehen lassen müssen.

    Das Forscherteam hat nun unter Leitung von Vladimir Vinogradov einen Lösungsansatz für dieses Problem gefunden. Es gelang den Wissenschaftlern, künstlich eine dünne Schicht herzustellen, die aus eng aneinander liegenden Aluminiumoxid-Nanostäbchen besteht, die vermischt sind mit Molekülen eines thrombolytischen Enzyms. Angebracht an die Innenfläche eines Gefäßersatzes, sorgt die Beschichtung dafür, dass der Wandbereich des Gefäßes gefüllt wird mit der festen Substanz Plasmin, die auftretende Blutgerinnsel zersetzen kann.

  • Gerinnsel lösen sich schnell auf mehr (mehr...)

  • Quelle: pressetext.com

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