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  • Amokläufe: Warnzeichen lange vorher erkennbar

  • Stereotype über Täter stimmen laut neuen Auswertungen meist nicht.

  • 15.10.2015
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  • Aktuelle Studien zu verhinderten Amokläufen und Einsamkeit legen nahe, dass es falsche Vorstellungen hinsichtlich der psychischen Gesundheit in diesen Situationen gibt. Zu den verbreiteten Stereotypen gehört, dass die Täter geistig krank seien. Das ist jedoch laut Eric Madfis von der University of Washington normalerweise nicht der Fall. Laut dem Experten ist der Großteil der gewalttätigen Menschen nicht psychisch krank und der Großteil der psychisch Kranken nicht gewalttätig.

  • Verklärte Männlichkeit

  • Auch führen Amokläufer, so der Fachmann, keine isolierten Leben, denn die Taten finden selten plötzlich statt. In den meisten Fällen ist ihnen ein negatives Ereignis wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder das Ende einer Beziehung vorhergegangen. Laut Reid Meloy von der University of California versagen viele dieser Menschen in Beziehungen und im Job. Dieses Versagen wird zu einer Erniedrigung, die bei manchen Menschen zu Wut wird.

    Dem Forschungsstand nach ist soziale Isolation schlecht. Herzprobleme, Veränderungen der Immunreaktion und ein frühzeitiger Tod können die Folge sein. Dazu können verstärkte Angstgefühle und Feindseligkeit kommen. Es spielen jedoch zahlreiche weitere Faktoren eine Rolle. Dazu gehört auch der Zugang zu Waffen. Forscher haben berechnet, dass rund 95 Prozent der Täter männlich sind. Die meisten stammen aus der Mittelklasse, sind heterosexuell und weiß, also in den USA alles Indikatoren für ein relativ privilegiertes Leben. Zusätzlich handelt es sich meist entweder um Teenager oder Menschen mittleren Alters.

    Laut Madfis ist dieses dreifache Privileg von weißer, heterosexueller Männlichkeit bei Versagen oder Job-Verlust weniger erwartbar und bei diesen Männern daher ein größerer Anlass für Scham. In der Folge versichern sie sich, so der Wissenschaftler, ihrer Männlichkeit durch Gewalt. Das habe auch damit zu tun, wie Männlichkeit heute gelebt werden kann.

  • Hinweise auf Gefahren mehr (mehr...)

  • Quelle: pressetext.com

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