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  • Burgtheater: Sophokles - Antigone

  • Ein sensationeller Theaterabend, der einfach nur begeistert.

  • 25.01.2016
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  • Antigone ist eine Tragödie und wurde erstmals 442 v. Chr. aufgeführt. Kreon, König von Theben, verbietet die Bestattung Polyneikes, da dieser gegen die Stadt Krieg geführt hat. Antigone, Polyneikes' Schwester, hält sich nicht an das Verbot; daraufhin lässt sie Kreon zur Strafe lebendig einmauern. Diese Entscheidung löst eine ganze Kette von Qualen aus. Es bebt also in Theben und auf der Bühne! Jette Steckel gelingt mit drastischen Bildern ein wirklich großer Wurf: Projektionen, ohrenbetäubende Musik, viel Theaternebel, eine drehende Scheinwerferwand, gepaart mit fantastischen Schauspielern. Steckel, die bisher unter anderem am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin gearbeitet hat, inszeniert erstmals am Burgtheater. Es ist hoffentlich nicht die letzte Inszenierung dieser Art. Martin Schwab darf gleich zu Beginn Leonard Cohens Song "The Future" singen - unnachahmlich. Aenne Schwarz ist eine von ihrer Überzeugung durchdrungene Antigone und Joachim Meyerhoff als Kreon, der die zärtlich umarmte Nichte noch zur Vernunft bringen möchte, ein uneinsichtiger, von der Hybris verblendeter Potentat. Auch die Musikmischung ist gelungen: es wird alles geboten - vom Pop bis hin zu Choral. Es ist ein spektakulärer Theaterabend, eine bombastische, leuchtende Griechen-Show, die rund 100 Minuten andauert und dem Zuschauer nur kurz Zeit zum Verschnaufen gibt. Eindrucksvolle Lichtspiele, viel Nebel, berückende Musik, großartige Schauspieler und Chorsänger. Ein sensationeller Theaterabend, der einfach nur begeistert.

    Besetzung

    • Antigone - Aenne Schwarz
    • Ismene - Mavie Hörbiger
    • Kreon - Joachim Meyerhoff
    • Haimon - Mirco Kreibich
    • Teiresias - Martin Schwab
    • Bote Philipp - Hauß
    • Chorführer - Oliver Masucci

    Chor: Sophie-Christine Behnke, Bernd Birkhahn, Aaron Friesz, Hans Dieter Knebel, Maria Magdalena Mund, Robert Reinagl, Rebekka Reinholz, Marie-Luise Stockinger

  • Quelle: MED-Reporter.at / Stefan Franke

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