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  • Sterblichkeit in Intensivstationen schwankt um 200 Prozent

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  • 03.12.2010
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  • "Intensivmediziner kämpfen heute mit zum Teil beträchtlichen Strukturproblemen. So können Arbeitsbelastung und personelle und finanzielle Ressourcen in den einzelnen Spitälern sehr unterschiedlich sein. In der Folge kann das Ergebnis zwischen Intensivstationen enorm variieren, und damit die Prognose und die Sterblichkeit von Patienten", so Univ.-Prof. DDr. Philipp Metnitz (Univ.-Klinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie, AKH Wien) anlässlich der Jahrestagung des von ihm geleiteten "Österreichische Zentrums für Dokumentations- und Qualitätssicherung in der Intensivmedizin" (ASDI) in Wien. Zum Beispiel ist in österreichischen Intensivstationen mit der höchsten Sterblichkeit diese dreimal so hoch wie in Intensivstationen mit der niedrigsten Sterblichkeit.

  • In vielen Belangen große Unterschiede

  • Die ASDI-Datenbank umfasst Daten von über 300.000 anonymisierten Intensivpatienten mit mehr als zwei Millionen Pflegetagen, heuer haben 67 österreichische Intensivstationen Daten beigesteuert. "Die ausgewerteten und anonymisierten Daten zeigen, dass es in vielen Belangen große Unterschiede gibt", so Prof. Metnitz. "Mit Hilfe dieser Daten können Intensivstationen ihre Situation mit anderen vergleichen und Aktivitäten setzen, um ihre Ergebnisse zu optimieren, auch und besonders im Interesse der Patienten."

    Die moderne Intensivmedizin vollbringt heute hervorragende Leistungen und ermöglicht Patienten das Überleben in Situationen, wo das früher unmöglich gewesen wäre. Das Risiko für Patienten an einer Intensivstation zu versterben wird im Wesentlichen von zwei Faktorenblöcken bestimmt: Einerseits von strukturellen und organisatorischen Faktoren. Dazu gehören zum Beispiel die Steuerung der Patientenflüsse, die Bettenkapazitäten der Intensivstationen, die personelle Ausstattung, Anzahl und Qualifizierung der Nachbetreuungseinrichtungen. Andererseits von den therapeutischen Prozessen.

  • Unvorhergesehene Nacht-Entlassungen erhöhen Sterblichkeit mehr (mehr...)

  • Zu wenig Pflegepersonal, höhere Sterblichkeit mehr (mehr...)

  • Optimierte Prozesse reduzieren Krankenhausinfekte - Österreich folgt nicht erfolgreichem US-Beispiel mehr (mehr...)

  • Regelmäßige Optimierung durch Datenerfassung und Auswertung mehr (mehr...)

  • Problematische Sparmaßnahmen erhöhen Komplikationsraten mehr (mehr...)

  • Quelle: Ö.Zentrum für Doku.u.Quali.sicherung i.d.Intensiv.

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