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  • Theater in der Josefstadt: Campiello

  • Peter Turrini frei nach Carlo Goldoni.

  • 21.01.2011
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  • Ein kleiner Platz, von Wellblech und Gerüsten umgeben. Keine "piazza", sondern ein campiello, wie Carlo Goldoni sein Volksstück 1756 zutreffend nannte. Trostlos und dreckig ist diese Welt, ohne Aussicht auf ein wenig Glück. Zank, Eifersucht und Sex bestimmen den Alltag. In diesem tristen Umfeld streiten und lieben sich die armen Leute. Den allein stehenden älteren Frauen ist jedes Mittel recht, um ihre Existenz und die ihrer Kinder zu sichern. Und sind die Kinder erst einmal verheiratet, können deren Mütter, die resche Pasqua (Andrea Händler), die laute Catte (Sigrid Hauser) und die verbitterte Orsola (Gundula Rapsch), - so hoffen sie - selbst noch einmal bei den Männern punkten. Ein feiner Herr (André Pohl) bringt Unruhe in den Überlebenskampf, mit Eheversprechungen und dem ständigen Hinweis, dass er alles zahle, nährt er die Sehnsüchte der Frauen.

  • Kostüme erfrischend, Inszenierung gar nicht ordinär

  • Bühnenbild und Kostüme sind erfrischend, die Inszenierung gar nicht ordinär, wenn man an den Inhalt denkt. Mit flotten Liedern und Tanzeinlagen dürfen sich die Schauspieler richtig produzieren. So reißt sich Sigrid Hauser die Lumpen vom Leib und schmettert mit Verve eine Arie, aber auch die wunderbare Daniela Golpashin (Gnese, Tochter von Pasqua) darf ein Liedchen trällern. Ein - alles in allem - sehr unterhaltsamer Theaterabend!

  • Quelle: MED-Reporter.at | Stefan Franke

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