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  • Sexuelle Orientierung im Gehirn nachweisbar

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  • 02.06.2011
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  • "Sexuelle Orientierung sucht man sich nicht aus. Sie wird einem vor allem neurobiologisch in die Wiege gelegt", ist Dr. Jerome Goldstein (San Francisco Clinical Research Center, USA) überzeugt. "Die Verbindung zwischen neurobiologischer Veranlagung und sexueller Orientierung ist heute klar - aber jetzt können wir sie auch mittels bildgebender Verfahren für das Auge sichtbar machen." Beim 21. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Lissabon zeigte er, dass sich mithilfe von modernen bildgebenden Verfahren wie volumetrischer Magnetresonanz-Tomographie (MRT), funktioneller Magnetresonanz-Tomographie (fMRT) oder Positronen-Emissions-Tomographie- (PET) Unterschiede in den Gehirnen von Menschen unterschiedlicher sexueller Ausrichtung - hetero-, homo und bisexuell - nachweisen lassen. Mehr als 3.200 Neurologie-Experten/-innen aus aller Welt diskutieren derzeit in der portugiesischen Hauptstadt aktuelle Entwicklungen aus ihrem Fachgebiet.

    Aus Zwillingsstudien gibt es Hinweise, dass die sexuelle Orientierung vermutlich genetische Ursachen hat. Dr. Goldstein hat begonnen, eine Datenbank mit eineiigen Zwillingen anzulegen, deren sexuelle Orientierung und Gehirnfunktionen zur Erforschung weiterer Details mittels MRT, fMRT und PET untersucht werden soll.

  • Herkunft sexueller Orientierung: Aktuelle Daten

  • Einige der Unterschiede, die sich bisher mittels moderner Bildegebung festellen ließen, so Dr. Goldstein: "Die Bildgebungs-Studien haben gezeigt, dass sich bei Homosexuellen und Heterosexuellen zum Beispiel die Größe der Amygdala signifikant unterscheidet. Sehr beeindruckende Ergebnisse lieferten diesbezüglich vor kurzem auch Dr. Ivanka Savic-Berglund und Dr. Per Lindström vom Karolinska-Institut in Stockholm, Schweden." Sie entdeckten interessante Größenunterschiede, ihren Daten zufolge ähneln die Gehirne homosexueller Männer jenen heterosexuellen Frauen, und die Gehirne homosexueller Frauen gleichen jenen von heterosexuellen Männern. Dr. Goldstein: "Geplant ist, noch mehr Personen zu untersuchen, um die Validität der bestehenden Daten zu verifizieren."

    Auch Studien zu Pheromonen hätten wesentliche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Sexualität beigetragen, so Dr. Goldstein: "Bei homosexuellen Studien-Teilnehmer/-innen konnten geschlechtsatypische Verbindungen gefunden werden. Die Unterschiede bei der Amygdala-Konnektivität stellten sich als statistisch signifikant heraus und lieferten einen Beweis für den Sexualdimorphismus von Homosexuellen und Heterosexuellen."

  • Sexuelle Orientierung eine Frage der Neurobiologie mehr (mehr...)

  • Quelle: Dr. Birgit Kofler

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