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  • Arzneimittel in Österreich laut Studie billig

  • Preise für Medikamente unter dem EU-Schnitt.

  • 05.01.2012
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  • Medikamente sind in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union billig. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Pharmaökonomische Forschung aus dem Jahr 2011. Der Arzneimittelverkaufspreis pro Packung liegt in Österreich bei 16,62 Euro inkl. Mehrwertsteuer. In Deutschland kostet eine Packung Arzneimittel durchschnittlich gleich 11 Euro mehr als in Österreich, nämlich 28,01 Euro, in Dänemark gar 38,20 Euro.

  • Qualität und Sicherheit

  • Die Österreichische Apothekerkammer teilt die Ansicht des WIFO nicht, dass durch eine Deregulierung des Marktes die Preise für rezeptfreie Medikamente weiter sinken würden. "Es ist vielmehr wahr, dass in Österreich dank eines gut funktionierenden geregelten Abgabesystems die Arzneimittelpreise unterdurchschnittlich sind", so Mag.pharm. Leopold Schmudermaier, Vizepräsident und Wirtschaftssprecher der Österreichischen Apothekerkammer. Eine Deregulierung der Arzneimittelpreise hat nicht unbedingt eine Preissenkung zur Folge. Aus vergleichbaren Ländern der Europäischen Union ist ersichtlich, dass die Arzneimittelpreise nicht sinken, wenn das Preissystem dereguliert wurde. Im Gegenteil, regulierte Abgabesysteme bei Medikamenten garantieren die höchstmögliche Qualität und Sicherheit bei günstigen Preisen.

  • Österreich kein Pillenschlucker-Land

  • Der Verbrauch von Arzneimitteln ist in Österreich relativ niedrig. "Wir sind kein Land von Pillenschluckern, weil die Abgabe von Medikamenten auch die fachliche Beratung in der Apotheke beinhaltet", so Schmudermaier weiter. Im internationalen Vergleich mit den EU-15 Ländern und der Schweiz liegt Österreich beim Verbrauch von Medikamenten im unteren Drittel. "Den Medikamentenkonsum künstlich durch eine Änderung der Vertriebswege anzukurbeln, halten wir gesundheitspolitisch für bedenklich", so Schmudermaier.

  • Quelle: Österreichische Apothekerkammer - Marke: Apothekerkammer

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