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  • Pneumokokken als Gefahr für Generation 50+

  • Indikationserweiterung zum Schutz vor lebensbedrohlichen Infektionen auch bei Erwachsenen ab 50 Jahren.

  • 26.01.2012
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  • Durchschnittlich erkrankt fast täglich eine Österreicher an einer schweren invasiven Pneumokokken-Infektion, die Lungenentzündungen, Gehirnhautentzündung und Blutvergiftung verursachen kann. Der Verlauf von schweren Pneumokokken-Infektionen kann dramatisch und innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich sein - wie auch das Beispiel eines prominenten britischen Popstars1 erst kürzlich gezeigt hat. Trotzdem wird die Gefahr einer Pneumokokken-Infektion häufig unterschätzt. Neben Säuglingen und Kleinkindern weisen vor allem Erwachsene ab 50 Jahren ein erhöhtes Erkrankungsrisiko auf. Durch die Indikationserweiterung bietet die Pneumokokken-Schutzimpfung ab sofort nicht nur für unsere Jüngsten sondern auch für Erwachsene ab 50 Schutz vor gefährlichen Infektionen.

    Pneumokokken sind bakterielle Erreger, die schwere Infektionen auslösen können. Sie breiten sich schnell aus und sind meist sehr schwierig zu behandeln. Pneumokokken besiedeln den Nasen- und Rachenraum der Menschen, ohne dass diese davon etwas merken oder daran erkranken. Dennoch können sie als Träger die Bakterien an andere durch eine Tröpfcheninfektion - z.B. durch Niesen, Husten, Spucken - weitergeben. "Gelangen die Erreger in die Nasennebenhöhlen, das Mittelohr, die Bronchien oder Lungenbläschen, können sie lokale Infektionen wie Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündungen, schwere Bronchitis oder Lungenentzündungen auslösen", erläutert Prim. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Popp, Abteilungsvorstand der 11. Medizinischen Abteilung mit Lungenkrankheiten und Langzeitbeatmungszentrum im Geriatriezentrum am Wienerwald, den Krankheitsverlauf. "Wird der Erreger durch das Blut weiter ausgebreitet, kann es zu bakteriämischen Lungenentzündungen, Blutvergiftung und/oder Gehirnhautentzündung kommen. Der Verlauf ist dabei dramatisch und kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich sein." Ein Großteil aller schweren bakteriellen Lungenentzündungen (med. Pneumonien) weltweit wird durch Pneumokokken verursacht, die meist plötzlich auftreten und mit einer hohen Sterblichkeit verbunden sind. Laut WHO sterben jährlich 1,6 Millionen Menschen durch die gefährlichen Pneumokokken-Bakterien.

  • Risikogruppe 50+

  • In Österreich erkrankten 2010 laut dem Jahresbericht der Nationalen Referenzzentrale für Pneumokokken der AGES 325 Menschen an einer invasiven Pneumokokken-Infektion. 16 von ihnen starben an den Folgen der Infektion. Mehr als Dreiviertel der Erkrankungen betrafen Österreicher/-innen ab 45 Jahre. Popp: "Mit zunehmendem Alter wird die Abwehrkraft des Körpers schwächer und das Erkrankungsrisiko steigt. Dieser Umstand ist vielen "Best Agern" aber nicht bewusst oder sie unterschätzen die Gefahr, die von einer Pneumokokken-Infektion ausgeht. Kommen zum höheren Alter noch weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholismus, intensiver Kontakt mit Risikogruppen wie beim Aufenthalt in Pflegeheimen sowie bestehende Grunderkrankungen wie Asthma, Diabetes oder COPD etc. hinzu, steigt das Infektionsrisiko zusätzlich an."

  • Schutzimpfung zur Vorbeugung invasiver Pneumokokken-Erkrankungen mehr (mehr...)

  • Über 435 Mio. verimpfte Dosen weltweit bei Kindern mehr (mehr...)

  • Information und Aufklärung der Risikopersonen wichtig mehr (mehr...)

  • Pneumokokken-Impfaktion bis 31. März 2012 mehr (mehr...)

  • Quelle: Pfizer - Marke: Pfizer

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    Martin Gapa / pixelio.de
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